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Hans Durrer

Inszenierte Wahrheiten

Essays über Fotografie und Medien

ISBN: 978-3-7253-0966-5
Umfang: 122 Seiten
Einband: Paperback
Erschienen: Februar 2011

€ 23.80

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Das sagt jeder. Es ist deswegen noch lange nicht wahr. Wahr ist, dass es genau umgekehrt ist und wir nämlich (fast) tausend Worte brauchen, um ein Bild verstehen zu können. Um es zu verstehen, müssen wir die Geschichte hinter dem Bild kennen.
Die Annahme, dass Medien, wenn sie es denn wirklich wollten (und einige wollen das in der Tat und geben sich auch entsprechend Mühe), die Wirklichkeit abzubilden vermöchten, wird zwar allgemein akzeptiert, ist deswegen jedoch noch lange nicht wahr. Wahr ist, dass sie die Wirklichkeit, die in den Medien vorkommt, erst schaffen. Sie tun dies, zuallererst, indem sie auswählen, was sie zeigen wollen und, vor allem, was sie nicht zeigen wollen. Sie definieren Bezugspunkte, stellen Ordnung und Sinn her, geben Kontext vor. Die Realität wird ersetzt durch eine Medienrealität – und diese wird zu einem Selbstgänger, da sich die Medien vorwiegend daran orientieren, was andere Medien machen.
Hans Durrer, geb. 1953, arbeitet als Dolmetscher, Suchttherapeut und Essayist und führt Seminare über visuelle und interkulturelle Kommunikation sowie über Medienkompetenz durch. Weitere Infos finden sich im Internet unter www.hansdurrer.com
Nachdruck 2016

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Das sagt jeder. Es ist deswegen noch lange nicht wahr. Wahr ist, dass es genau umgekehrt ist und wir nämlich (fast) tausend Worte brauchen, um ein Bild verstehen zu können. Um es zu verstehen, müssen wir die Geschichte hinter dem Bild kennen.
Die Annahme, dass Medien, wenn sie es denn wirklich wollten (und einige wollen das in der Tat und geben sich auch entsprechend Mühe), die Wirklichkeit abzubilden vermöchten, wird zwar allgemein akzeptiert, ist deswegen jedoch noch lange nicht wahr. Wahr ist, dass sie die Wirklichkeit, die in den Medien vorkommt, erst schaffen. Sie tun dies, zuallererst, indem sie auswählen, was sie zeigen wollen und, vor allem, was sie nicht zeigen wollen. Sie definieren Bezugspunkte, stellen Ordnung und Sinn her, geben Kontext vor. Die Realität wird ersetzt durch eine Medienrealität – und diese wird zu einem Selbstgänger, da sich die Medien vorwiegend daran orientieren, was andere Medien machen.
Hans Durrer, geb. 1953, arbeitet als Dolmetscher, Suchttherapeut und Essayist und führt Seminare über visuelle und interkulturelle Kommunikation sowie über Medienkompetenz durch. Weitere Infos finden sich im Internet unter www.hansdurrer.com
Nachdruck 2016