Der Kanton Graubünden ist nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell ein äusserst vielfältiger und spannender Kanton. Einige der grössten Künstler der Schweiz und Europas, wie Giovanni Segantini, Cuno Amiet, die Giacomettis, William Turner, HR Giger, Alois Carigiet, Ernst Ludwig Kirchner, u.a., haben sich damit auseinandergesetzt.
Im reichlich illustrierten neuen Buch des international bekannten Bündner Malers Rudolf Stüssi wird diese Tradition lebhaft erweitert. Seine Ölbilder und Aquarelle (er war Präsident der kanadischen Aquarellgesellschaft) der Region aus mehr als 40 Jahren Tätigkeit interpretieren die Schönheiten und einzigartigen Winkel des Kantons und der Stadt Chur neu, indem er seine berühmte schräge 5. Perspektive anwendet, um die Bewegung, das Drama, und den Humor, sowie das Unbeständige unserer Welt zum Ausdruck zu bringen. Man kennt die Szene zwar, aber sieht sie zum ersten Mal so ausdrucksvoll und lebendig verstellt.
Dazu gibt es begleitende Geschichten aus den gelegentlich kuriosen Erfahrungen Stüssis als Künstler in Graubünden, die nur zum Teil direkt mit den Bildern verbunden sind, aber doch eine Vertiefung des Buches und der Verbindung zu den Einwohnern herstellen. Hier wirkt das frische Auge eines Menschen, der lange im Ausland gelebt hat, in Kanada, den USA, Deutschland, England, Italien, den Philippinen, und noch viel weiter gereist ist, und durch diese Welterlebnisse seine Heimat umso genauer betrachten und schätzen kann.
Das zweisprachige (Englisch und Deutsch) Buch beinhaltet bis zu 100 Abbildungen und 15 Geschichten, mit Vorworten vom Churer Stadtrat Patrik Degiacomi und dem Churer Galeristen Arnold Crameri.
«Chur & Graubünden Krumm» ist ein buntes, anspruchvolles Buch, das nicht nur Fans von Graubünden, der Berglandschaft, und der Kunst gefallen wird, es ist auch eine einmalige künstlerische Liebeserklärung an einen Kanton und dessen Lebensart.
