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Verena Maag

Kaufsucht in der Schweiz

Verbreitung, Ursachen und Konsequenzen - Studie 2010

ISBN: 978-3-7253-1063-0
Umfang: 124 Seiten
Erschienen: März 2018

€ 24.99

Obwohl die meisten Studien zur Kaufsucht vorwiegend psychologische Determinanten untersuchen, spielt das gesellschaftliche Umfeld eine entscheidende Rolle. Der Konsum ist ein wesentliches Gestaltungselement unserer hochentwickelten Gesellschaften, und es ist kaum möglich, sich dem Einfluss dieser Konsumkultur vollends zu entziehen. Dennoch sind Konsumierende keine willenlosen, aussengesteuerten Marionetten, und unkontrolliertes Kaufverhalten lässt sich mit dem gesellschaftlichen Einfluss allein nicht erklären, auch wenn dieser noch so stark und allgegenwärtig ist. Erst wenn individuelle Defizite vorliegen, kann Kaufsucht entstehen. Sie ist das Produkt eines komplexen Zusammenwirkens äusserer und innerer Faktoren.

Inhaltsverzeichnis:

Teil 1: Einführung

1.1 Kaufsuchtproblematik und empirische Forschungsfragen
1.2 Interdiziplinäre Fragestellungen und Methode
1.3 Erklärungsansätze und Gliederung der Arbeit

Teil 2: Theoretische Ansätze und Forschungsstand

2.1 Gesellschaftliche Ursachen von Kaufsucht
2.1.1 Konsum als soziale Distinktionspraxis
2.1.2 Konsum in der Überflussgesellschaft
2.1.3 Verführung zum Konsum
2.1.4 Konsum als kulturelles Phänomen
2.1.5 Hedonistische Konsumtheorie
2.1.6 Konsum, Identität und posttraditionale Gesellschaft
2.1.7 Konsum zur Symbolisierung des Lebensstils
2.1.8 Konsum als Ausdruck von Liebe
2.1.9 Konsum als Form der sozialen Kontrolle
2.1.10 Exkurs: Konsumverzicht als Experiment
2.1.11 Fazit

2.2 Umgebungs- und Gelegenheitsfaktoren
2.2.1 Erlebniskonsum als Freizeitaktivität
2.2.2 Shoppinginfrastruktur
2.2.3 Verhältnis zum Geld
2.2.4 Einfluss der Kreditkarten
2.2.5 Fazit

2.3 Persönlichkeitsfaktoren
2.3.1 Konsum im Zeitalter des Narzissmus
2.3.2 Konsum als Selbstergänzung
2.3.3 Tiefes Selbstwertgefühl
2.3.4 Kompensatorisches Kaufen
2.3.5 Psychiatrische Komorbidität
2.3.6 Hedonistische Orientierung
2.3.7 Materialistische Werthaltung
2.3.8 Schwache Selbstkontrolle
2.3.9 Neurobiologische Prozesse
2.3.10 Fazit

2.4 Konsum und Geschlecht
2.4.1 Hoher Frauenanteil bei Kaufsüchtigen
2.4.2 Kaufsucht als weibliche Abhängigkeitsstörung
2.4.3 Shopping als weibliche Routineaktivität
2.4.4 Mode und weibliche Identität
2.4.5 Fazit

2.5 Konsum und Alter
2.5.1 Kaufsucht und Alter
2.5.2 Konsum und sozialer Wandel
2.5.3 Identitätsstiftende Jugendkulturen
2.5.4 Jugendliche Selbstinszenierung und Markenkult
2.5.5 Narzisstischer «neuer Sozialisationstyp»
2.5.6 Selbstkontrolle bei Jugendlichen
2.5.7 Studien zum Jugendkonsum
2.5.8 Konsumsozialisation und Konsumpädagogik
2.5.9 Fazit

2.6 Definitionen unkontrollierten Kaufverhaltens
2.6.1 Psychiatrisches Krankheitsbild
2.6.2 Suchtforschungsansatz
2.6.3 Definitionen aus der Konsumforschung
2.6.4 Unkontrolliertes Kaufen und gekaufte Produkte
2.6.5 Negative Konsequenzen als Teil der Definition
2.6.6 Grauzonen zwischen Normalität und Sucht
2.6.7 Fazit

2.7 Quantifizierung unkontrollierten Kaufverhaltens
2.7.1 Wahl eines Erhebungsinstrumentes
2.7.2 Kanadischer Kaufsuchtindikator
2.7.3 Deutscher Kaufsuchtindikator
2.7.4 Fazit

2.8 Prävalenz unkontrollierten Kaufverhaltens
2.8.1 Prävalenz aufgrund repräsentativer Erhebungen
2.8.2 Zunahme der Verbreitung von unkontrolliertem Kaufen
2.8.3 Fazit

2.9 Konsequenzen unkontrollierten Kaufverhaltens
2.9.1 Verschuldung und rechtliche Schranken
2.9.2 Unkontrolliertes Kaufverhalten und Verschuldung
2.9.3 Persönliche und soziale Probleme
2.9.4 Fazit

Teil 3: Ergebnisse der Befragung

3.1 Methode der Repräsentativerhebung
3.1.1 Stichprobe und Befragungsmethodik
3.1.2 Erhebungsinstrument
3.1.3 Statistische Auswertung

3.2 Verbreitung unkontrollierten Kaufens
3.2.1 Prävalenz der Kaufsucht in der Schweiz
3.2.2 Potentiell gefährdete unkontrolliert Kaufende
3.2.3 Dimensionen unkontrollierten Kaufverhaltens
3.2.4 Itemanalyse des Kaufsuchtindikators
3.2.5 Zusammenfassung

3.3 Kaufsucht bei Frauen und Männern
3.3.1 Geschlechtsspezifische Prävalenzen
3.3.2 Geschlechterunterschiede im Detail
3.3.3 Zusammenfassung

3.4 Kaufsucht bei jungen Erwachsenen
3.4.1 Alterspezifische Prävalenzen
3.4.2 Kaufen und Gefühle nach Alter
3.4.3 Zusammenfassung

3.5 Junge Frauen als Risikogruppe
3.5.1 Einfluss von Alter und Geschlecht
3.5.2 Weitere mögliche Einflussfaktoren
3.5.3 Zusammenfassung

3.6 Kreditkartengebrauch
3.6.1 Kreditkartenbesitz und unkontrolliertes Kaufen
3.6.2 Kreditkartengebrauch und unkontrolliertes Kaufen
3.6.3 Zusammenfassung

3.7 Negative Folgen unkontrollierten Kaufens
3.7.1 Finanzielle Probleme
3.7.2 Persönliche Probleme
3.7.3 Zusammenfassung

Teil 4: Versuch einer Integration

4.1 Ergebnisse, Diskussion und theoretische Bezüge
4.2 Schlussfolgerungen für Forschung und Praxis

Teil 5: Anhang

5.1 Verzeichnis der Tabellen
5.2 Verzeichnis der Abbildungen
5.3 Deutscher Fragebogen
5.4 Französischer Fragebogen
5.5 Literatur

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Obwohl die meisten Studien zur Kaufsucht vorwiegend psychologische Determinanten untersuchen, spielt das gesellschaftliche Umfeld eine entscheidende Rolle. Der Konsum ist ein wesentliches Gestaltungselement unserer hochentwickelten Gesellschaften, und es ist kaum möglich, sich dem Einfluss dieser Konsumkultur vollends zu entziehen. Dennoch sind Konsumierende keine willenlosen, aussengesteuerten Marionetten, und unkontrolliertes Kaufverhalten lässt sich mit dem gesellschaftlichen Einfluss allein nicht erklären, auch wenn dieser noch so stark und allgegenwärtig ist. Erst wenn individuelle Defizite vorliegen, kann Kaufsucht entstehen. Sie ist das Produkt eines komplexen Zusammenwirkens äusserer und innerer Faktoren. Inhaltsverzeichnis: Teil 1: Einführung 1.1 Kaufsuchtproblematik und empirische Forschungsfragen 1.2 Interdiziplinäre Fragestellungen und Methode 1.3 Erklärungsansätze und Gliederung der Arbeit Teil 2: Theoretische Ansätze und Forschungsstand 2.1 Gesellschaftliche Ursachen von Kaufsucht 2.1.1 Konsum als soziale Distinktionspraxis 2.1.2 Konsum in der Überflussgesellschaft 2.1.3 Verführung zum Konsum 2.1.4 Konsum als kulturelles Phänomen 2.1.5 Hedonistische Konsumtheorie 2.1.6 Konsum, Identität und posttraditionale Gesellschaft 2.1.7 Konsum zur Symbolisierung des Lebensstils 2.1.8 Konsum als Ausdruck von Liebe 2.1.9 Konsum als Form der sozialen Kontrolle 2.1.10 Exkurs: Konsumverzicht als Experiment 2.1.11 Fazit 2.2 Umgebungs- und Gelegenheitsfaktoren 2.2.1 Erlebniskonsum als Freizeitaktivität 2.2.2 Shoppinginfrastruktur 2.2.3 Verhältnis zum Geld 2.2.4 Einfluss der Kreditkarten 2.2.5 Fazit 2.3 Persönlichkeitsfaktoren 2.3.1 Konsum im Zeitalter des Narzissmus 2.3.2 Konsum als Selbstergänzung 2.3.3 Tiefes Selbstwertgefühl 2.3.4 Kompensatorisches Kaufen 2.3.5 Psychiatrische Komorbidität 2.3.6 Hedonistische Orientierung 2.3.7 Materialistische Werthaltung 2.3.8 Schwache Selbstkontrolle 2.3.9 Neurobiologische Prozesse 2.3.10 Fazit 2.4 Konsum und Geschlecht 2.4.1 Hoher Frauenanteil bei Kaufsüchtigen 2.4.2 Kaufsucht als weibliche Abhängigkeitsstörung 2.4.3 Shopping als weibliche Routineaktivität 2.4.4 Mode und weibliche Identität 2.4.5 Fazit 2.5 Konsum und Alter 2.5.1 Kaufsucht und Alter 2.5.2 Konsum und sozialer Wandel 2.5.3 Identitätsstiftende Jugendkulturen 2.5.4 Jugendliche Selbstinszenierung und Markenkult 2.5.5 Narzisstischer «neuer Sozialisationstyp» 2.5.6 Selbstkontrolle bei Jugendlichen 2.5.7 Studien zum Jugendkonsum 2.5.8 Konsumsozialisation und Konsumpädagogik 2.5.9 Fazit 2.6 Definitionen unkontrollierten Kaufverhaltens 2.6.1 Psychiatrisches Krankheitsbild 2.6.2 Suchtforschungsansatz 2.6.3 Definitionen aus der Konsumforschung 2.6.4 Unkontrolliertes Kaufen und gekaufte Produkte 2.6.5 Negative Konsequenzen als Teil der Definition 2.6.6 Grauzonen zwischen Normalität und Sucht 2.6.7 Fazit 2.7 Quantifizierung unkontrollierten Kaufverhaltens 2.7.1 Wahl eines Erhebungsinstrumentes 2.7.2 Kanadischer Kaufsuchtindikator 2.7.3 Deutscher Kaufsuchtindikator 2.7.4 Fazit 2.8 Prävalenz unkontrollierten Kaufverhaltens 2.8.1 Prävalenz aufgrund repräsentativer Erhebungen 2.8.2 Zunahme der Verbreitung von unkontrolliertem Kaufen 2.8.3 Fazit 2.9 Konsequenzen unkontrollierten Kaufverhaltens 2.9.1 Verschuldung und rechtliche Schranken 2.9.2 Unkontrolliertes Kaufverhalten und Verschuldung 2.9.3 Persönliche und soziale Probleme 2.9.4 Fazit Teil 3: Ergebnisse der Befragung 3.1 Methode der Repräsentativerhebung 3.1.1 Stichprobe und Befragungsmethodik 3.1.2 Erhebungsinstrument 3.1.3 Statistische Auswertung 3.2 Verbreitung unkontrollierten Kaufens 3.2.1 Prävalenz der Kaufsucht in der Schweiz 3.2.2 Potentiell gefährdete unkontrolliert Kaufende 3.2.3 Dimensionen unkontrollierten Kaufverhaltens 3.2.4 Itemanalyse des Kaufsuchtindikators 3.2.5 Zusammenfassung 3.3 Kaufsucht bei Frauen und Männern 3.3.1 Geschlechtsspezifische Prävalenzen 3.3.2 Geschlechterunterschiede im Detail 3.3.3 Zusammenfassung 3.4 Kaufsucht bei jungen Erwachsenen 3.4.1 Alterspezifische Prävalenzen 3.4.2 Kaufen und Gefühle nach Alter 3.4.3 Zusammenfassung 3.5 Junge Frauen als Risikogruppe 3.5.1 Einfluss von Alter und Geschlecht 3.5.2 Weitere mögliche Einflussfaktoren 3.5.3 Zusammenfassung 3.6 Kreditkartengebrauch 3.6.1 Kreditkartenbesitz und unkontrolliertes Kaufen 3.6.2 Kreditkartengebrauch und unkontrolliertes Kaufen 3.6.3 Zusammenfassung 3.7 Negative Folgen unkontrollierten Kaufens 3.7.1 Finanzielle Probleme 3.7.2 Persönliche Probleme 3.7.3 Zusammenfassung Teil 4: Versuch einer Integration 4.1 Ergebnisse, Diskussion und theoretische Bezüge 4.2 Schlussfolgerungen für Forschung und Praxis Teil 5: Anhang 5.1 Verzeichnis der Tabellen 5.2 Verzeichnis der Abbildungen 5.3 Deutscher Fragebogen 5.4 Französischer Fragebogen 5.5 Literatur